Eine pflegeleichte Dramaqueen

grins der Ausdruck ist die gekürzte Version eines Ausspruchs von Hakon…

Auf der einen Seite bin ich ziemlich pflegeleicht. Bin halt irgendwo pragmatisch veranlagt und recht verständnisvoll. Ich gehöre zum Beispiel definitiv nicht zu den Frauen, die Anfälle bekommen, weil ihr Kerl keine Zeit für sie hat, weil er was anderes zu tun hat. Ich mein, hallo? Manche Sachen haben eben Priorität, oder sollten sie eben haben. Und wenn ich mal keine Zeit hab‘, wegen Mädelsabend, Haushalt oder auch einfach nur Ruhe brauch‘, will ich ja auch nicht diskutieren. Also warum sollte ich das dann tun? Lustigerweise führt das immer wieder zu Verwirrung bei Kerlen (Zitat: „Wie jetzt? Du bist nicht sauer??“). Ich scheine da zu einer eher seltenen „Rasse“ zu gehören grins

Also, halten wir fest: Bei Sachen, wo so manche andere Frau austickt, zuck‘ ich die Schultern, lächel‘ und sag‘ „ist kein Problem“ (und ganz wichtig: ich meine das dann auch so!).

Dafür kann ich aus winzig kleinen Mückenlarven ganze Mammuts machen. Weil gerade Kleinigkeiten, die andere nicht kratzen würden, bei mir einen Nerv treffen.

Schönes Beispiel war letztens: Ich hab‘ Hakon wochenlang erzählt, daß wir mal „Watchmen“ gucken müssen, weil Rorschach ihm bestimmt gefallen würde. Hab‘ extra die DVD von einem Freund ausgeliehen, mitgenommen, und sie, weil wir an dem Abend nicht dazu kamen, sie zu gucken, bei ihm liegen lassen. Ein paar Tage später schreibt er mir eine SMS, daß ich Recht hatte, Rorschach wäre genial. Es mag komisch klingen, aber ich war in dem Moment stinksauer, furchtbar enttäuscht… ich hätte ihn erschlagen können… oder wahlweise losheulen. Hab‘ am nächsten Tag auch ganz schön gebraucht, bis ich ihm das erklärt hatte…

Ich bin eben ein wandelnder Minderwertigkeitskomplex. Und in dem Fall war das „Problem“ folgendes: Er hat in seinem Leben geschätzte 5.000 Filme gesehen und ich vielleicht 300 (so kommt’s mir zumindest immer vor). Wenn wir uns über Filme unterhalten, kennt er sie immer schon, ich dagegen fast nie. Und wenn wir nen Film gucken, dann meistens, weil er meinte, daß der was für mich wäre (und bisher immer richtig gelegen hat). Und dann gab es eben EINMAL einen Film, den ich kannte, er nicht, und der zumindest etwas hatte, was ihm hätte gefallen können… Und dann guckt der den allein! fuchtel und schimpf Also, in meinem Hirn gibt das absolut Sinn…

So ist das bei mir eben. Wenn ein Kerl unser Einjähriges vergisst „jo mei“ *Schulter zuck*, aber wehe er vergisst, daß ich irgendeine Band nicht mag… Mein Hirn legt eben mehr Wert auf die Details als auf die großen Dinge (der Punkt wird noch öfter auftauchen…)

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