Stimmen im Kopf

Als ich vorhin nochmal über ein paar Einträge drüber geguckt hab‘, ist mir aufgefallen, daß ich um einen Ausdruck, den ich eigentlich ziemlich oft benutze, um mich und mein Hirn zu erklären, bisher einen riesigen Bogen gemacht hab‘ (oder ich hab‘ ihn schlicht und ergreifend übersehen, kann auch sein). Im ersten Moment hat mich das gewundert, aber dann fiel mir auf, daß ich da sonst auch immer erstmal eine kleine Erklärung zu abgebe, weil man das sonst ziemlich fix falsch verstehen kann. Aber hier soll ja die ungeschminkte Maus zu Wort kommen, also…

Die Maus hört Stimmen.

Ihr kennt diese Verrückten in Filmen? Marke „Sie sagen, ich soll dich/mich/ihn/sie/es töten!“? Ja, kennt ihr? Ok, vergesst die bitte ganz schnell wieder. So ist das nicht. Es sind keine „richtigen“ Stimmen, und ich unterhalt‘ mich auch nicht mit denen oder sowas.

Es ist mehr… wie erklär‘ ich das? Mein Hirn diskutiert eben gern, am liebsten mit sich selbst. Gerade bei Entscheidungen oder Situationen, die (zumindest für mich) nicht ganz klar sind. Das hat dann was von „Engel links, Teufel rechts“… nur daß auf dem Kopf manchmal noch ein Elfchen sitzt und unterm Kinn hängt irgendwo ein Gnom. Komische Vorstellung? Kann sein, aber nicht, wenn man sich das anhören muss.

Mal ohne Bilder: Ich hab‘ eben eine optimistische Seite, eine pessimistische, eine pragmatische, eine verträumte, eine unentschlossene… und die haben eben alle ihre Meinung, ihre Denkweise, sogar irgendwie ihre eigene Art, sich auszudrücken. Und irgendwie hat mein Hirn (oder hab‘ ich, weiß ich jetzt nicht so genau) denen schon, als ich ein kleines Kind war, Stimmen verpasst, damit die Diskussionen nicht ganz so verwirrend sind. Damit ich eben besser auseinanderhalten kann, welcher Teil von mir sich da gerade zu Wort meldet. Augen zusammenkneif  Hoffentlich klingt das jetzt nicht zu bekloppt.

Eigentlich ist dieses System gar nicht mal so übel. Manchmal etwas anstrengend, aber man kann damit klarkommen. Das Einzige, was stört, sind die „Untermieter“. (Nein, immer noch nicht wie im Film!) Es gab in meinem Leben so einige Situationen, in denen jemand was zu mir gesagt hat, was dann „gesessen“ hat und hängen geblieben ist. Gutes Beispiel: Hakon mit dem „Lauf, Mäuschen, lauf!“. Ja, ok, hat er so jetzt nicht gesagt, aber den ganzen Monolog jedes Mal wieder abzuspulen, würde einfach zu lange dauern. Manchmal sind auch Kurzfassungen erlaubt. Das war mal was positives, was mir nun im Kopf rumhallt. Meist waren es aber leider negative Dinge. Da werd‘ ich aber wohl in den „Schmetterlingen“ drauf zurückkommen, das würde hier jetzt zu sehr ausufern. Für heute beschränk‘ ich mich darauf, daß diese „Untermieter“ raus müssen. 1-2 hab‘ ich schon erfolgreich rausgeschmissen stolz guck  Hat zwar teilweise echt gedauert, und war selbst mit Riesenunterstützung noch eine Menge Arbeit, aber egal… sie sind weg, das zählt. Und wenn es bei denen geklappt hat, dann wird es das beim Rest auch!

Und mit diesem Auswuchs an positivem Denken (Darf ich euch die Optimistin vorstellen? Sympathisches Mädel! grins) verabschiede ich mich für heute und hoffe, das klang jetzt alles nicht zu verrückt…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s