Entschuldige, Murphy…

oder Loki, Karma, ihr Götter… wer auch immer dafür zuständig ist, die Dinge so passieren zu lassen, wie sie immer passieren. Ich glaub‘, ich hab‘ dir Unrecht getan. Was hab‘ ich dich verflucht… nur um festzustellen, daß du (ziemlich oft zumindest) schon einen Grund hast. Einen ziemlich guten sogar… anders lernt man es manchmal einfach nicht.

So wie ich z.B. erst durch den Sturz letztes Jahr (Ziemlich tollpatschig) gelernt hab‘, daß man besser nicht gleichzeitig läuft und am Handy fummelt. Gestolpert bin ich dabei schon oft, aber ich musste mir erst übel das Knie zerdeppern, um auch mal eine Lehre daraus zu ziehen.

Und so musste auch im Verhältnis erst was übles passieren, damit ich endlich mal aufwache und merke, daß es so nicht weitergeht. Und dabei gleich noch eine andere Erkenntnis mitnehme: Manchmal ist es am besten, wenn man einfach mal an sich denkt, und nicht an die (Aus)Wirkungen auf andere. Bevor hier jemand ausruft „aber das ist doch egoistisch!“, ja, ist es… aber wartet mal ab.

Ich hab‘ das letzte Wochenende darüber nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen, daß das in manchen Situationen stimmt. Hab‘ also an mich gedacht und meinen Geburtstag bei Hakon verbracht und bin meinem Vater aus dem Weg gegangen… weil ich wusste, daß mir ersteres gut tun würde und zweiteres eben nicht. Daß das meinem Vater wahrscheinlich weh getan hat… das hab‘ ich nach einigem Kampf in Kauf genommen. Und ich bilde mir gerade ein, daß es eine gute Idee war. Nicht nur, weil der Tag so einfach toll wurde… sondern weil sich eine winzige Änderung im Verhalten meines Vaters zeigt (die ich noch nicht beschreien möchte). Vielleicht ist er so auch mal ins Nachdenken gekommen…

Aber Murphy (oder wer auch immer) fand wohl, ich hab‘ noch nicht genug gelernt. Denn am Mittwoch schlug er prompt wieder zu. Ich werde mal nicht ins Detail gehen… aber es war nicht schön, und die Nachwirkungen sind es immer noch nicht. Und da ich manchmal eine lange Leitung hab‘ (jahaaa, is gut, ziemlich oft sogar)… hat es 2 Tage grübeln, heulen und dann noch einmal Kopf waschen von jemandem gebraucht, bis mir aufgegangen ist „Das hättest du vermeiden können“. Und zwar, auch wenn’s bescheuert klingen mag, indem ich mal an mich gedacht hätte. Denn ich komme zu dem Schluß, daß besagte Situation nur so ausgeartet ist, weil ich mir in letzter Zeit zu oft aus Rücksicht auf andere auf die Zunge gebissen hab‘, anstatt zu piepen. Ich hätt’s machen sollen (wie ja auch eigentlich mal der Plan war), daß hätte vielleicht eine kleine Diskussion gegeben, vielleicht wären auch ein paar Tränchen geflossen… aber die Wahrscheinlichkeit, daß es dann am Ende anders gelaufen ist, ist verdammt hoch! Der Gedanke, daß ich dran schuld bin, wie es gelaufen ist, macht mich nämlich krank! Und ich möchte echt nicht, daß sowas nochmal passiert!

Es geht ja gar nicht darum, immer egoistisch zu sein. Aber wenn man die Wahl hat, zwischen einer Situation, die einem selbst definitv nicht gut tut, und einer, die einer anderen Person vielleicht gut tut… dann ist es im Zweifelsfall wohl besser, man denkt an sich. Dann geht das vielleicht schief, aber das kann es im anderen Fall eben auch… und dann hat niemand was davon gehabt. Und das ist wohl definitiv auch nicht das Wahre, oder?

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