Narf! Und Doppel-Narf!

Das ist doch zum Mäusemelken! Von supercali…. über schizophren zu absolutes Nervenbündel… in einer Woche!

Ich sollte gerade euphorisch meine Prüfung vorbereiten, und was tu‘ ich Nuss stattdessen? Seit neuestem hab‘ ich schon fast Angst vor meinem eigenen Schatten Kopf schüttel  „Höhepunkt“ war gestern: ich wollte zu Hakon, guck‘ vorgestern nach den Zügen und stelle fest, von meiner Stadt aus fahren keine Züge, Gleisarbeiten oder so ein Müll… nur Ersatzverkehr. Heißt übersetzt: die Hälfte der Strecke mit dem Bus fahren, in derselben Zeit, die ich sonst für die ganze brauche. Ich mag ja schon Zug fahren nicht, wenn’s mir nicht gut geht, aber Bus? Und dann noch schön voll, weil Feiertag und alle wollen irgendwohin? Tolle Vorstellung! Ergebnis: Mäuschen hat fürchterlich bescheiden geschlafen, war um halb 7 (an einem freien Tag!) wach und fing an zu hibbeln… Bis ich am Bahnhof war, war ich schon ein Nervenbündel. Im Bus dann ein Plätzchen für mich allein gefunden, neben der Tür… gerettet! Denkste! Setzt sich ein Mann neben mich, der seinen Hund dabei hat, der ja auch irgendwohin musste. Und dieser Hund war dann noch nervöser als ich. Er tat mir ja irgendwie leid, wie er sich da so eindeutig unwohl gefühlt hat und andauernd aufstand, sich hinlegte, wieder aufstand… aber er hat mich damit endgültig nervös gemacht. Bis ich in der Stadt war, wo ich umsteigen muss, um zu Hakon zu kommen, war ich schon kurz vorm Austicken. Überempfindlich auf Geräusche reagiert (und natürlich muss dann da eine gelangweilte Frau mit ihrem Trolleykoffer andauernd von a nach b tigern fluch), bei jeder schnellen Bewegung im Blickfeld zusammengezuckt… Also, SMS an Hakon „Kannst du mich bitte vom Bahnhof abholen?“… Ging nicht, der war gerade mit Verwandten im neuen Haus. Oha, Ostern und bei denen ist die Hütte voll, mit Leuten, die ich nicht kenne… Da war dann endgültig Sense! Ich musste erstmal schwer mit mir selbst diskutieren, um vom Bahnhof zu ihm zu laufen… Muss einen tollen Eindruck gemacht haben, wie ich da ankam, gehetzter bis panischer Gesichtsausdruck (glaub‘ ich zumindest, hab‘ ihn ja selbst nicht gesehen), ganz leise „hallo“ gemurmelt hab‘ (hab‘ hinterher erfahren, das war so leise, daß anscheinend nur ich selbst es gehört hab‘ seufz), und erstmal schnurstracks die Treppe hoch in seine Wohnung bin. Das euphorische „Hallo! Frohe Ostern!!!“ seiner Mutter konnte ich schon nur noch mit einem Lächeln und Nicken quittieren… Auweia!

Ging dann nach einer Viertelstunde Beruhigungsarbeit von Hakons Seite wieder… aber geärgert hat es mich den Rest des Tages. Und mir prompt eine ziemlich schlaflose Nacht beschert… Morgens ging er dann zur Arbeit und ich lag endgültig wach da… und hab‘ mich gefragt, was das alles eigentlich soll. Ich bin auf dem allerbesten Weg, mich selbst zu sabotieren, aber so richtig. Das darf doch nicht wahr sein! Ich mein‘, mein derzeitiges Hauptziel (Hier rauskommen) ist zum Greifen nah… liegt noch einiges an Arbeit dazwischen, aber ich kann die Umrisse schon sehen, sozusagen. Und was mach‘ ich? Durchdrehen! Sehr hilfreich, Mäuschen! Sehr hilfreich!

Zum Glück kam gerade noch rechtzeitig, bevor ich in meinem Selbstbeschimpfungswahn auf blöde Gedanken kommen konnte, die resolute Dame von neulich aus ihrem „Urlaub“ wieder (wo zum Geier hast du die letzte Woche gesteckt, Madame? fuchtel). Ich glaube fast, sie ist eine weibliche Version von Hakon… zumindest meint sie auch „Aufgeben ist keine akzeptable Alternative“. Sie hat mich wieder einigermaßen hingekriegt… hoffentlich bleibt sie jetzt auch erstmal ein paar Tage…

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