Extremsport mal anders

Daß ich gestern beschlossen habe, meine Ansprüche an mich eklatant zu reduzieren (übrigens: bisher halte ich mich bei dem einen ganz gut, ich nehm‘ ab morgen wohl einen neuen in Angriff), heißt noch lange nicht, daß der Rest der Welt das auch macht. Die wollen trotzdem alle irgendwas. Bei manchen Sachen kann man ja sagen „du, das passt grad gar nicht, nächste Woche vielleicht“, aber bei anderen… nix zu machen, die müssen sein.

Und wenn ich schon mein kompletten Vorrat an Mut zusammennehmen muss (was derzeit nicht so viel ist…), und mich in die Stadt begeben und mit (fremden! quietsch) Menschen beschäftigen muss… dann erledige ich doch gleich mehrere Sachen auf einmal und hab‘ ein paar Tage Ruhe… Dachte ich mir gestern abend so.

Also stand heute nach der Arbeit auf dem Plan: was bei der Krankenkasse abgeben, mir den Space Marine für Hakon nochmal ausdrucken (einen Ticken größer und mit besseren Kontrasten), Versandtaschen kaufen, und mein erstes verkauftes Buch verschicken. Vier Stationen, alles eigentlich nichts weltbewegendes… aber wenn einem gerade jeder Kontakt mit Menschen eigentlich zuviel ist (ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich aktuell Hakon ertragen würde… und ich hab‘ keine große Lust, es zu probieren, weil es irgendwie doch zu desillusionierend wäre, wenn ich es nicht könnte)… seufz dann ist das ein ziemlich großes Programm.

Und prompt war mir nach der Arbeit auch nach so ziemlich allem, was mit nach Hause gehen zu tun hatte, aber nicht nach in die Stadt gehen. Ich hab‘ auch glatt noch ne halbe Stunde Dinge von A nach B geräumt, um die Entscheidung noch ein bißchen hinauszuzögern. Bis es Helga zu bunt wurde… (ob man eine Stimme im Kopf in den Wahnsinn treiben kann?) und sie mich an den Mauseohren aus der Arbeit, auf die Straße gezogen hat.

Ich will euch nicht zu sehr langweilen, also fass‘ ich mich kurz: Ich hab’s geschafft! Ich hab‘ die komplette Liste abgehakt!

Hat etwas über eine Stunde gedauert, kam mir allerdings wie mindestens 3 vor. Und als ich endlich zu Hause war, kam ich mir vor, als hätte ich irgendeinem Extremsport gefröhnt. Herz klopfte immer noch bis zum Hals, Atmung war alles nur nicht ruhig, und ich war ungelogen batschnass geschwitzt (und daß obwohl in Maushausen heute ein eisiger Wind geweht hat und meine Mauseöhrchen zwischenzeitlich ernsthaft überlegt haben, einfach abzufallen…).

Aber ich muss zugeben, ich war sowas von stolz auf mich! Es geht mir zwar deswegen nicht gleich toll, aber zumindest ein kleines bißchen besser. Denn ich hab‘ gemerkt, daß ich immer noch irgendwo eine kleine Kraftreserve zum kämpfen hab‘, ich muss sie nur motiviert kriegen… War, glaub‘ ich, keine schlechte Idee, das am Tag vor der 1. Prüfung zu machen. Irgendwie sieht die Zugfahrt nicht mehr ganz so bedrohlich aus. Ich spring‘ nicht vor Vorfreude im Dreieck oder sowas… aber wenn ich das heute hingekriegt hab‘, schaff‘ ich das morgen auch noch! überzeugt guck

Hakon meint das übrigens auch grins Den hab‘ ich nämlich eben angerufen. Er drückt mir die Daumen und meint, ich werd’s hinkriegen. Und das werd‘ ich auch! Ich weiß zwar noch nicht, wie und wie das Ergebnis aussehen wird… aber ich werd‘ definitiv nicht aufgeben, und ich werd‘ wieder auf die Beine kommen! (Und er auch!) Es kann ja nicht immer regnen!

7 thoughts on “Extremsport mal anders

  1. Hey Kleene, ich wünsch dir ganz viel Erfolg (Glück wünscht man nur denen, die nichts getan haben..) für deine Prüfung heute. Ich hab dich nicht vergessen. 😉

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