Was muss, das muss

… oder so.

Ich hab‘ gestern abend noch ein ewig langes Gespräch mit Bernd gehabt, die ganze Nacht auf der Arbeit gegrübelt, mir den SMS-Dialog mit Hakon bestimmt 3mal durchgelesen und dann versucht, drüber zu schlafen (was eher schlecht als recht funktioniert hat).

Ergebnis: Es hilft alles nix, ich muss es einfach probieren. Ob das Hakon passt oder nicht, ob er dann stinkig ist oder nicht und vor allem, ob es dann klappt oder nicht… Ja, es besteht die Chance, daß es schief geht. Und vielleicht hat Hakon auch recht, und die Chance ist astronomisch riesig. Und vielleicht stehe ich in einem halben Jahr da, merke, daß es ein Fehler war, gebe auf und bereue es dann… Aber wenn ich es nicht probiere, werd‘ ich es auf jeden Fall bereuen. Und mich den Rest meines Lebens fragen, ob es nicht vielleicht geklappt hätte, ob ich es nicht hätte versuchen sollen… ob ich wieder denselben Fehler wie immer gemacht hab’…

Denn verdammt nochmal, es ist das, was ich will! Und ich hab‘ schon viel zu oft Dinge getan, die ich nicht wollte, oder mir Dinge ausreden lassen, die ich wollte. Ich hab‘ Abi gemacht, obwohl ich wusste, ich werd‘ nie studieren, und nach der 10. abgehen wollte. Ich bin aus Spanien zurückgekommen wegen meinem Vater (und eigentlich wollte ich in dem Sommer zu meinem spanischen „Mamaersatz“ in die Küche gehen). Ich hab‘ die Konditorausbildung in einem miesen Betrieb durchgezogen, weil alle sagten, ich pack‘ das nicht (mein Trotzkopf halt) und weil ich mich sowieso nicht getraut hab‘, mich woanders zu bewerben. Zusammengefasst: Ich trau‘ mich nie was, und lass‘ mir alles immer viel zu schnell ausreden. Und das muss‘ einfach mal aufhören!

Und wenn dann nun eben Hakon der Erste ist, auf den ich nicht höre, dann ist das eben so. Er wird es überleben! Und entweder er beruhigt sich und versteht es und unterstützt mich, oder er lässt es eben. Aber eigentlich sollte er es verstehen… Schließlich ist er derjenige, der mir seit über 9 Monaten erzählt, daß ich nicht immer aufgeben soll, daß ich mein Ding machen soll, daß ich mir was zutrauen soll… und und und… Also, eigentlich höre ich aus ihn, wenn ich die Kochausbildung angehe… Nur eben nicht direkt 😉

Und wie erklär‘ ich ihm das jetzt?

 

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