Walking in my shoes

Ich habe das Lied schon immer geliebt (ja, ok, ist keine große Überraschung, immerhin ist es von Depeche Mode und ich liebe einfach jedes Lied von ihnen…). Und seit einigen Tagen hör‘ ich es immer wieder. Und wie der Zufall es will (wenn man an den glaubt), wurde zumindest ein Satz daraus heut in einem Kommentar in einem anderen Blog erwähnt…
Und als ich diesen Kommentar gelesen hab‘, ist mir auf einmal klar geworden, wieso ich das Lied im Moment so oft höre. Weil es mir so sehr aus der Seele spricht!
Ich kann die Sprüche nicht mehr hören. „Reiß dich doch zusammen!“, „So schlimm ist das doch auch wieder nicht!“, „Ignorier es einfach!“, „Denk an dich und nicht an (wer auch immer gerade wichtiger ist)!“, „Vergiss die Vergangenheit doch einfach!“, „Du kannst doch nicht immer Angst haben und wegrennen!“…
Ich mein‘, was wissen die denn schon? Die haben keine Ahnung, was ich bisher in meinem Leben mitgemacht habe, wie ich so geworden bin, wie ich es nun einmal bin… (Noch nicht einmal Hakon weiß alles…) Ich hab’s mir weder das erste noch das zweite ausgesucht. Aber es ist eben so gekommen. Und auch wenn andere oft etwas anderes zu denken scheinen, ich renne nicht immer weg… Der Gegenbeweis schreibt hier gerade. Wenn ich immer wegrennen würde, wäre ich nicht mehr da. Ich wäre schon vor langer Zeit gegangen. Aber das bin ich nicht. Ich bin immer wieder aufgestanden. Ok, ich habe mich vorher heulend in die Ecke gesetzt, manchmal sogar ziemlich lange. Aber am Ende bin ich eben doch aufgestanden und weiter gegangen. Und auch im Moment sitze ich vielleicht gerade die meiste Zeit in der Ecke… aber ich schmiede schon die Pläne zum aufstehen.
Ich find‘ es ja irgendwo toll, wenn die anderen das alles nicht nachvollziehen können. Wenn die weniger „um die Ohren“ hatten oder aber ihren Mist einfach besser weggesteckt haben… dann freut mich das für sie, ehrlich. Aber bei mir war und ist es eben anders.
Vielleicht war ich schon von Anfang an zu schwach… Vielleicht sind auch einfach die falschen Dinge in der falschen Reihenfolge passiert… Vielleicht auch beides in Kombination. Keine Ahnung, aber das ist auch egal. Ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Ich kann nur mit den Auswirkungen leben und versuchen, an ihnen zu arbeiten. Und das tue ich! Und das werde ich auch weiterhin! Aber eben auf meine Art, in meinem Tempo! Und basta!
Und diese ganzen Leute, die meinen, da einen Kommentar zu abgeben zu müssen… die sollen ruhig sein, denn sie sind nicht meinen Weg in meinen Schuhen gegangen. Und deswegen können sie sich kein Urteil erlauben, denn niemand kann sagen, wie sie geworden wären, hätten sie es getan.

tief durchatme  So… das musste mal raus!

5 thoughts on “Walking in my shoes

  1. Jaaaa… kann dich gut verstehen!
    Aber du DARFST an dich denken und es DARF dir nicht gut gehen. Ganz egal, was andere erlebt haben und wie sie damit umgehen. Es wird immer Menschen geben, die vielleicht „noch Schlimmeres“ erlebt haben und denen es offensichtlich besser geht.
    Ich muss mich jetzt nur noch überzeugen, dass das auch für mich gilt und nicht nur für dich (anderen sprech ich sowas ja viel eher zu als dass ich es mir selbst zugestehe)… *es ist ok wenn es mir nicht gut geht egal was andere sagen* *wiederhol*

    • Schön, daß WordPress mir Bescheid gesagt hat, daß du hier kommentiert hast… tsts.
      Ich glaub‘, was das angeht, sind wir uns einig 🙂 Andere dürfen, aber uns selbst lassen wir nicht wirklich… Aber ich arbeite dran!

  2. öhm… seh grad, dass der 2. Satz etwas missverständlich ist^^ Ich mein natürlich, dass es ok ist, wenn es dir nicht gutgeht – und nicht, dass es verboten ist, dass es dir gut geht! 😯
    Deutsches Sprak, schweres Sprak…

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