3 Wochen daheim… ein Fazit

Am Donnerstag vor 3 Wochen hab‘ ich mich endgültig krank gemeldet. Sitz‘ ich echt schon so lange hier rum? Kommt mir irgendwie gar nicht so vor… Ok, das könnte auch daran liegen, daß ich in der Zeit nicht viel gemacht hab‘ hust  Eigentlich könnte man sogar sagen, fast nichts. Zumindest nicht sinnvolles… Aber stimmt das so auch wirklich?

Wenn man die Maßstäbe der Allgemeinheit anlegt, joa. Ich hab‘ nicht gearbeitet, die Wohnung sieht nicht besser aus als vorher, nicht mal Hobbies bin ich nachgegangen (außer 2 oder 3 Versuchen, mal zu zeichnen, aber irgendwie funzte das dann nicht so, wie ich wollte, und da hab‘ ich’s lieber gelassen…).

Auf der anderen Seite hab‘ ich eben nachgedacht, viiiel nachgedacht sogar, teilweise sogar mit Ergebnissen. Ich hab‘ Gedankengänge aufgeschrieben, anstatt sie zur Seite zu schieben, wie sonst immer. Teile von Hirn sind mittlerweile auf dem richtigen Weg, und schmieden Pläne, wie sie den Rest von Hirn mitziehen können. Für viele mag das nach nicht viel klingen, aber es ist harte Arbeit (zumindest macht es teilweise saumüde 🙂 ).

Und sinnlos kann es nicht gewesen sein, denn es zeigt erste positive Ergebnisse! Gestern rief mein Vorgesetzter an (zum 1. Mal in 3 Wochen, vielen Dank für das Interesse! :roll:), die letzte Krankmeldung ist wohl irgendwie in der Post verschwunden. Ich hab‘ ihm gesagt, bis wann die geht, und daß ich bald in die Klinik gehe, also auf absehbare Zeit nicht wiederkomme. Und bin innerlich ganz ruhig gewesen! Kein „moah… ich müsste ja eigentlich…“, kein schlechtes Gewissen… es tut mir zwar irgendwo leid für meine Kollegen, daß die jetzt mehr Streß haben, aber: ich kann es nicht ändern! Hihi… Bernd war gestern richtig stolz auf mich, als ich ihm das erzählt hab‘.

Es war aber auch eindeutig die richtige Entscheidung. Es geht mir zwar immer noch nicht gut, aber zumindest ein bißchen besser. Dadurch, daß dieser Druck, funktionieren zu müssen, weg ist, hab‘ ich viel seltener Kopf- oder Magenschmerzen, die letzte böse Panikattacke ist auch schon -wen wundert’s?- 3 Wochen her. Das ist doch eindeutig schon mal was!

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4 thoughts on “3 Wochen daheim… ein Fazit

  1. Hey super!
    Kein schlechtes Gewissen, prima.
    Und ich finde auch, Hirn war schwer aktiv – das kostet definitiv Kraft. Mein Klinikaufenthalt hat mich ja unter der Woche immer so geschafft, dass ich am Wochenende platt war – von wegen „erhol dich gut“, was manche Leute denken, wenn man in ne Reha geht…

    • Wenn ernsthaft nachdenken so entspannend wäre, würden das weitaus mehr Leute regelmäßig tun 😀
      Aber so werd‘ ich in der Klinik vielleicht wenigstens keine Probleme mit der Bettruhe haben *positiv denk*

  2. Ich beneide dich ehrlich darum, nachdenken zu können. Also so richtig effektiv nachdenken. Denn das ist so anstrengend. Denken, ohne sich von Gefühlen umhauen zu lassen. Puh.

    • *lächel* Wie man das hinkriegt, ohne sich umhauen zu lassen, hab‘ ich auch noch nicht raus. Ich hab‘ derzeit einen Taschentuchverbrauch, das ist nicht mehr schön… Und effektiv… naja, manchmal kommt was dabei raus. Je mehr ich bei anderen lese, und mit anderen rede oder schreibe, desto besser wird es…
      Du schaffst das bestimmt auch noch! 🙂

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