Termin

Heute ging’s nur eine halbe Stunde… Fand ich persönlich aber nicht schlimm, denn Hirn war immer noch im „och, mach das mal ohne mich“-Modus.

Die Frage, wie’s mir geht, und wie die letzten Tage waren, konnte ich auch ohne Hirn ganz gut beantworten. Also von dem komischen Tag gestern und von der Verabschiedung erzählt. Beim Thema Verabschiedung hatte ich auch prompt wieder Tränen in den Augen… Die allerdings verschwanden und durch ein Lächeln ersetzt wurden, als ich ihr von der Reaktion des Heinis erzählt hab‘. Da hat auch sie gelächelt 🙂

Aber dann ging es um Thema „Und jetzt? Wie weiter?“… Da find‘ ich im Moment ja schon mit Hirns Unterstützung keine richtige Antwort drauf, und dann ohne (das pfiff zu dem Zeitpunkt die Simpsons-Titelmelodie…). Also hab‘ ich einfach von den Plänen, die ich hatte, bevor es anfing, richtig schiefzugehen, erzählt… nach Süden ziehen und so… Und daß ich nicht genau weiß, ob die Pläne wegen den Umständen gerade auf Eis liegen oder ob das vielleicht daran liegt, daß sie irgendwie doch nicht das Wahre waren, aber daß ich das schon noch rauskriegen werde.

Worüber ich im Moment am meisten grübele, hat sie auch gefragt. Die Zeit auf Ibiza… und wie ich da war… da gibt es auch (wen wundert das jetzt? hust) einen Entwurf hier irgendwo. Vielleicht schaff‘ ich es ja nachher mal, Hirn dranzusetzen, den fertig zu schreiben.

Ihre Theorie zum komischen Tag gestern, der eigentlich bisher heute direkt weitergeht, ist übrigens, daß das daran liegt, daß die Ausbildung jetzt sogesehen vorbei ist. Vorher hatte ich die Prüfung, für die ich was machen musste, dann die Verabschiedung, bis zu der ich „durchhalten“ musste sozusagen… und jetzt hat’s eben erstmal *plopp* gemacht. Am besten solle ich mir selbst zumindest eine Grundstruktur in den Tag bauen. Im Idealfall mit Dingen, die positive Gefühle auslösen. Kopf kratz  Ich muss ziemlich ratlos geguckt haben, denn sie fragte prompt, was ich denn gerne tun würde, was mir vorher immer Freude bereitet hätte. Spontane Antwort: Zeichnen. Aber das hab‘ ich letztens erst versucht. Nach einer Viertelstunde hatte ich 3 Striche auf dem fast durchradierten Papier und war frustriert und hab‘ es gelassen. Verstehendes Nicken ihrerseits. Ob ich gerne spazieren gehen würde? Hm, ja. In der Natur schon, also am Fluss entlang oder im Wald. Gab auch in den letzten Tagen ab und zu Momente, wo ich richtig Lust darauf hatte… passenderweise hat’s da jedes Mal geregnet (hab‘ ich schon mal erwähnt, daß ich Murphy nicht mag?). Wir haben uns dann darauf „geeinigt“, daß ich mal versuche, Schönwetterphasen auszunutzen und spazieren zu gehen, ein Buch mitzunehmen, vielleicht irgendwo einen Kaffee zu trinken oder ein Eis zu essen… und das ich mir jeden Tag eine Aufgabe rauspicke, nix großes, nicht gleich „die Wohnung putzen“, sondern eher so „den Papierstapel da sortieren“, „die Ecke in der Küche aufräumen“… Ich werd’s versuchen, Wetter spielt bisher ja mit.

Oh… bevor ich es vergesse: Ich hab‘ gefragt stolz guck Ob man auf der Station an den Computer kann, wusste sie nicht genau. Sie glaubt aber schon. Und wenn nicht, ist das auch nicht soo schlimm. Mein Handy darf ich auf jeden Fall mitnehmen. Von dem aus gäbe es dann zwar nur kurze Lebenszeichen (die Worterkennung ist einfach zu nervig), aber immerhin. Ich werd‘ auch zwischendurch „Freizeit“ haben, wo ich dann auch in die Stadt gehen und Dinge erledigen kann (das wird meine Zahnärztin freuen zu hören, dann kann das Projekt nämlich trotzdem weitergehen). Besuch ist auch erlaubt.

Losgehen wird es wohl nächste Woche, das klärt die Station dann direkt mit mir ab. Also sollte ich mich wohl langsam mal von meinen Kleinen verabschieden, nicht daß das dann plötzlich von heute auf morgen losgeht und ich die Armen im Eilverfahren umquartieren muss. Wie lange es dauert werden wir dann sehen. Und auch, ob ich am Wochenende nach Hause soll/kann oder nicht, wird erst dann entschieden. Ob ich erstmal einen Abstand kriegen soll, oder ob ich ziemlich schnell, evtl. mit speziellen Aufgaben, um die Situation hier zu verbessern, zwischendurch heim soll… was eben besser ist. Ich lass mich da mal überraschen, denke ich.

Ich soll sie nächste Woche mal anrufen, vor allem, wenn ich bis dahin schon was von der Station gehört hab‘. Dann können wir den nächsten Termin absprechen. Da musste ich dann etwas stutzen (hab‘ mich aber idiotischerweise irgendwie nicht getraut nachzufragen). So wie ich sie verstanden hab‘, ist sie noch einen Monat da, und will mich in der Zeit wohl so oder so nochmal sehen… Bin mal gespannt.

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8 thoughts on “Termin

  1. Na das klingt doch mal gut – das Gespräch an sich und was sie so über den Aufenthalt erzählt hat. Tagesstruktur auch… mit der hab ich auch so meine Probleme *hust*.
    Hast du mittlerweile dein Herz wieder aus deiner Hose gefischt? 😉 Spazierengehen wär doch echt was!

    Und noch ein paar Zeilen extra:
    Liebe Herr Murphy,
    wie Sie vielleicht bereits bemerkt haben, mögen weder die Maus noch ich Sie besonders. Tut mir leid, ist aber so. Also lassen Sie uns doch bitte in Ruhe!
    Hochachtungsvoll
    die Maus und das Karussel

      • Sag deinem Herz, es muss keine Angst haben 🙂
        Ist Hirn mittlerweile wieder ansprechbar? Aber vielleicht will es ja auch einfach noch etwas Kraft schöpfen und ruht sich deshalb aus^^
        Meins hat dazu zwar grad keinen Grund, macht es aber trotzdem – hab vorhin versucht, die Vokabeln zu lernen, die ich zum Teil erst gestern Abend abgeschrieben hab und konnt mich bei manchen nicht mal mehr dran erinnern, sie je gesehen zu haben :shock:. Hirn muss während des Abschreibens irgendwie ausgestiegen sein…

      • Wenn ich es einhole, werd‘ ich es ihm ausrichten 😉 Danke.
        Nuja… also richtig auf Hochtouren läuft es noch nicht. Als Christian vorhin erwähnte, daß morgen bei ihm große Putzaktion ist, hat es spontan Hilfe angeboten. (Joa, Hirn. Wir haben ja auch sonst nix zu tun!) Wobei das vielleicht eine ganz gute Idee ist. So hab‘ ich die nächsten 4 Tage RICHTIG viel zu tun, und komm‘ gar nicht groß dazu, mir einen Kopf zu machen… Bloß die Spaziergänge müssen dann wohl warten 😀
        *kicher* Sowas hatte ich mal in der Schule bei einer Klausur. Ich wusste nach der Klausur absolut nicht mehr, was ich geschrieben hatte. Und war bei der Rückgabe auch ziemlich überrascht (war aber zum Glück trotzdem richtig…)

      • Putzaktion ist bestimmt auch ok *g* – geht ja vor allem drum, dass du nicht von morgens bis abends in deinem Zimmer an die Wand starrst 😉
        Bei Klausuren hatte ich den Effekt noch nie so extrem, aber ich wollte nach einer Klausur auch nur noch vergessen, dass sie war, bis es Ergebnisse gab – ansonsten hätte Hirn viel zu viel Gelegenheit für „hätte, sollte, könnte – und wie wird das jetzt wohl gewertet?“ gehabt…

      • Wär nur irgendwie sinnvoller in meiner eigenen Wohnung 😀 Aber naja… so tu ich gleich noch was gutes!
        Ohja, die Gedanken kenn‘ ich. Die gingen immer spätestens los, wenn ich hörte, daß andere 1200 Worte geschrieben haben, und ich nur 800 hatte. Lag allerdings am Ende meistens daran, daß die anderen meistens „rumgeschwafelt“ haben…

    • *lach* Du kannst dich uns gerne anschließen! Da er den Brief wahrscheinlich ignorieren wird, wie ich ihn kenne… Meine Bestechungs-Kekse woltle er damals auch nicht *grummel*

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